Vertrauen schaffen

Der kontinuierliche Dialog zwischen Ärzten und Betreuungspersonal sorgt für eine optimale und unkomplizierte medizinische Versorgung der Bewohner.

Menschen mit einer geistigen Behinderung verfügen oftmals nur über eine eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit. Sie sind nicht in der Lage, gesundheitliche Probleme detailliert zu beschreiben. Mit dem Heimarzt-Modell der Stiftung Waldheim wird der Arztbesuch für die Bewohner zum «Heimspiel»: in der gewohnten Umgebung der Wohngruppe lassen sich medizinische Behandlungen viel entspannter ausführen.

Im Mittelpunkt steht dabei der Bezug des Arztes zu den Patienten, das Vertrauen der Patienten zum Arzt sowie eine an die Bedürfnisse der Bewohner angepasste medizinische Betreuung, die von Arzt und Pflegepersonal gemeinsam abgestimmt wird.

Film ab für die Arztvisite:


Vorteile für Bewohner, Fachteams und Ärzte

  • Regelmässige Vor-Ort-Präsenz des Heimarztes
  • Verlässlicher Partner für Heimleitung und Betreuungspersonal in medizinischen Fragen
  • Gewährleistung der fachlichen, sozialen sowie pflegerische Kompetenz
  • Der Heimarzt kann bei spezifische Fallbesprechungen konsultiert werden
  • Durch den langjährige Beziehungsaufbau mit Arzt bauen die Bewohner das nötige Vertrauen auf

Gut zu wissen

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Was heisst es für die medizinische Arbeit, dass die Patienten anders sind?

Da sich Menschen mit geistiger Beeinträchtigung weniger gut ausdrücken können, ist die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Pflegebereich wichtig. Das Fachpersonal sieht den Patienten jeden Tag und hat gesundheitliche Veränderungen im Auge. Gleichzeitig sind oftmals mehrere Untersuchungen nötig, um herauszufinden, wo die Ursache einer gesundheitlichen Beschwerde liegt.

Kategorie: Heimarzt-Modell
Was passiert bei anspruchsvollen Situationen, wer trifft die Entscheidungen?

Das Vorgehen wird stets auf die spezifische Situation ausgerichtet. Voraussetzung hierfür ist, dass das Wohngruppen-Team die gesundheitliche Verfassung der betreffenden Person intensiv beobachtet und lückenlos dokumentiert. Der Pflegebereich orientiert den Heimarzt regelmässig über die laufende Entwicklung. Welche medizinischen Massnahmen letztlich getroffen werden, wird unter Berücksichtigung der verschiedenen Gesichtspunkte gemeinsam entschieden.

Kategorie: Heimarzt-Modell
Welche Rolle spielen Beistände und Angehörige bei medizinischen Entscheidungen?

Die Stiftung Waldheim hält immer Rücksprache mit den Angehörigen und erkundigt sich bei ihnen, wie sie die betreffende Person erleben und die Situation einschätzen. So lassen sich gesundheitliche Veränderungen oder spezifische Beschwerden umfassender eruieren. Nach Möglichkeit werden auch die Beistände in Entscheidungsprozesse einbezogen.

Kategorie: Heimarzt-Modell
Arbeitet die Stiftung Waldheim mit bestimmten Fachärzten zusammen?

Ziel ist es, möglichst langfristige Beziehungen zwischen Arzt und Patienten aufzubauen. Bei der Konsultation von Fachärzten lässt sich ein schnellerer Wechsel nicht immer ausschliessen. Eine langjährige Zusammenarbeit pflegt die Stiftung Waldheim auch mit dem Kantonsspital St.Gallen und dem Spital Heiden. Beide Spitäler verfügen über eine Vielzahl an ausgewiesenen Spezialisten für verschiedenste Bereiche. Darüber hinaus setzen wir hinsichtlich Psychiatrie und Neurologie seit vielen Jahren auf das Know-how von Fachspezialisten aus der näheren Region.

Kategorie: Heimarzt-Modell
Wie kommt das Recht auf Selbstbestimmung zum Tragen?

Die Stiftung Waldheim setzt immer den Menschen in den Mittelpunkt. Uns sie respektiert die persönlichen Präferenzen jeder Einzelnen und jedes Einzelnen. Tatsache ist jedoch auch, dass der Grad der Selbstbestimmung unter gewissen Umständen an eine Grenze gelangt. Folglich entstehen auch Situationen, in denen die Bezugsperson im Sinne des Bewohners bzw. der Bewohnerin ein Einverständnis erteilt. So zum Beispiel bei einer notwendig gewordenen Blutabnahme im Rahmen einer Konsultation.

Kategorie: Heimarzt-Modell