Teilhabe beginnt mit dem Weg dorthin. Deshalb lanciert die Stiftung Waldheim eine Spendenaktion mit einem klaren Ziel: Mindestens zwei der insgesamt vierzehn benötigten Fahrzeuge sollen vollständig durch private Zuwendungen finanziert werden. Jeder Beitrag bringt dabei ein Stück selbstbestimmten Alltag auf die Strasse.
Mal schnell Freunde besuchen, an einem Vereinstreffen teilnehmen, einen Termin wahrnehmen oder spontan etwas unternehmen: Für viele Menschen gehört das selbstverständlich zum Leben. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Waldheim möchten ihren Alltag nach eigenen Vorstellungen gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Die heutige Fahrzeugflotte hat die Stiftung Waldheim viele Jahre zuverlässig begleitet. Mehrere Fahrzeuge erreichen nun das Ende ihrer Einsatzzeit. Reparaturen häufen sich, unerwartete Ausfälle erschweren den Alltag und die Anforderungen an Sicherheit, Ausstattung und Barrierefreiheit sind gestiegen. Deshalb werden elf Transportbusse schrittweise ersetzt. So bleibt die Stiftung Waldheim nicht nur ein familiäres Zuhause, sondern eine Heimat, von der aus das Leben in viele Richtungen Fahrt aufnimmt.
Was Mobilität wirklich bedeutet, erzählen am besten jene Menschen, die unterwegs sind. In diesem Video zeigen Klientinnen und Klienten der Stiftung Waldheim, weshalb unsere Fahrzeuge weit mehr sind als ein Transportmittel: Sie schaffen Freiheit, ermöglichen Begegnungen und öffnen Wege zu mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität. Steigen Sie ein und hören Sie selbst.
Für die Auswahl der neuen Fahrzeuge haben wir ein detailliertes Pflichtenheft erstellt: Gesucht war eine Lösung, die sich für den rollstuhlgerechten Transport umbauen lässt, einen flexibel nutzbaren Innenraum bietet und unser Fachpersonal am Steuer mit moderner Technik unterstützt. Im hügeligen Appenzellerland kommt ein weiterer Punkt hinzu: Die gewählte Konfiguration verfügt über Allradantrieb. Er verbessert Traktion und Stabilität bei Schnee, Nässe und auf steilen Zufahrten.
Rollstuhlgerechter EinstiegFür einen sicheren und möglichst unkomplizierten Einstieg.
Sichere RückhaltesystemeFür Rollstuhl und Person.
Flexibler InnenraumFür unterschiedliche Menschen, Hilfsmittel, Gepäck und Alltagssituationen.
AllradantriebFür unsere hügelige Region und Fahrten bei Schnee und Nässe.
Moderne AssistenzsystemeAls zusätzliche Unterstützung für die Mitarbeitenden am Steuer.
Ein neues Fahrzeug ist zunächst die passende Basis. Damit es im Alltag der Stiftung Waldheim eingesetzt werden kann, sind bei den meisten Fahrzeugen zusätzliche Anpassungen notwendig.
Dazu gehört beispielsweise ein rollstuhlgerechter Einstieg über eine Rampe am Heck. Spezielle Rückhaltesysteme sorgen dafür, dass Rollstuhl und Person während der Fahrt sicher befestigt werden können. Ein zusätzlicher Nackenschutz ergänzt das Sicherheitskonzept.
Auch der Innenraum wird so gestaltet, dass er möglichst flexibel genutzt werden kann. Je nach Fahrt braucht es Platz für mehrere Personen, einen Rollstuhl, Hilfsmittel, Gepäck oder Einkäufe. Die Sitzanordnung lässt sich entsprechend an unterschiedliche Situationen anpassen.
Diese Umbauten machen aus einem Serienfahrzeug ein Fahrzeug, das auf die Menschen und den Alltag der Stiftung Waldheim abgestimmt ist.
Ein modernes Fahrzeug bringt viele Möglichkeiten mit. Entscheidend bleibt der Mensch am Steuer. Deshalb absolvieren Mitarbeitende der Stiftung Waldheim regelmässig ein Fahrtraining. Es stärkt die Routine, schärft die Wahrnehmung und hilft dabei, auch in anspruchsvollen Situationen ruhig und vorausschauend zu handeln.
Im Training geht es nicht um Tempo. Es geht um Verantwortung. Die Teilnehmenden lernen das Fahrverhalten und die Abmessungen der Fahrzeuge besser kennen, üben einen kontrollierten Umgang und reflektieren, wie sich ihr Fahrstil auf die Menschen an Bord auswirkt. So greifen Fahrzeugtechnik, Erfahrung und aufmerksame Begleitung ineinander.
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere neuen Fahrzeuge und die Spendenaktion.
Unsere Fahrzeuge sind täglich im Einsatz und begleiten uns seit vielen Jahren zuverlässig. Doch nun haben die meisten von ihnen das Ende ihrer Einsatzzeit erreicht. Reparaturen häufen sich, ungeplante Ausfälle bringen den Alltag aus dem Takt. Gleichzeitig sind die Ansprüche an Sicherheit, Komfort und einen zeitgemässen rollstuhlgerechten Transport gestiegen.
Die Zahl wirkt auf den ersten Blick hoch. Verteilt auf fünf Wohnhäuser mit insgesamt 23 Wohngruppen relativiert sie sich jedoch schnell: Täglich sind zahlreiche Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs, etwa zu Arztterminen, Arbeitsplätzen, Therapien, Einkäufen oder Freizeitaktivitäten. Diese Fahrten führen zu den unterschiedlichsten Zielen und lassen sich weder beliebig bündeln noch verschieben. Da praktisch alle bestehenden Fahrzeuge das Ende ihrer verlässlichen Einsatzzeit erreicht haben, steht nun nicht der Ersatz einzelner Wagen, sondern die Erneuerung eines grossen Teils der Flotte an.
Für die vierzehn neuen Fahrzeuge einschliesslich der notwendigen Umbauten ist eine Gesamtinvestition von rund einer Million Franken vorgesehen. Eine Summe mit Gewicht, bei der jedes Detail zählt. Denn ein Fahrzeug von der Stange genügt den Anforderungen im Alltag der Stiftung Waldheim nicht. Erst rollstuhlgerechte Einstiege, flexible Innenraumlösungen und hochwertige Sicherheitssysteme machen daraus ein Fahrzeug, das zu den Menschen passt, die damit unterwegs sind.
Nein. Die rund eine Million Franken entsprechen der Gesamtinvestition für alle vierzehn Fahrzeuge inklusive der notwendigen Umbauten. Mit unserer Spendenaktion verfolgen wir ein konkretes Ziel: Mindestens zwei der neuen Fahrzeuge möchten wir vollständig durch private Spenden finanzieren. Die übrigen Fahrzeuge finanziert die Stiftung Waldheim aus eigenen Mitteln.
Entscheidend waren die Anforderungen unseres Alltags. Der Mercedes-Benz Vito bietet die passende Basis für rollstuhlgerechte Umbauten, einen flexibel nutzbaren Innenraum und moderne Sicherheits- und Assistenzsysteme. Auch der Allradantrieb ist für unsere hügelige Region und Fahrten bei Schnee und Nässe ein wichtiger Vorteil.
Unsere Fahrzeuge werden von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen genutzt. Je nach Fahrzeug sind deshalb Anpassungen wie ein rollstuhlgerechter Einstieg, Rückhaltesysteme für Rollstuhl und Person, ein zusätzlicher Nackenschutz sowie flexible Sitzlösungen notwendig. So können die Fahrzeuge möglichst vielseitig und sicher eingesetzt werden.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unser Ziel, mindestens zwei der neuen Fahrzeuge vollständig durch private Beiträge zu finanzieren. Jeder Spendenfranken ist zweckgebunden und fliesst ausschliesslich in den Kauf dieser Fahrzeuge. So helfen Sie mit, die Mobilität unserer Bewohnerinnen und Bewohner auch in Zukunft sicherzustellen.
Ja. Gerade viele einzelne Beiträge können gemeinsam Grosses bewirken. Deshalb zählt jede Spende, unabhängig von ihrer Höhe. Auch der kleinste Betrag bringt uns ein Stück näher ans Ziel und verleiht dem Projekt wertvollen Rückenwind.
Ja. Spenderinnen und Spender erhalten zu Beginn des Folgejahres eine Spendenbescheinigung für ihre Steuererklärung. Zusätzliche Sicherheit schafft die ZEWO-Zertifizierung der Stiftung Waldheim. Sie steht für einen transparenten, verantwortungsvollen und zweckbestimmten Umgang mit Spendengeldern. Denn wer uns unterstützt, darf darauf vertrauen, dass jeder Beitrag dort ankommt, wo er Wirkung entfaltet.
Ein Testament regelt mehr als Vermögen. Es hält fest, welche Menschen, Werte und Anliegen über das eigene Leben hinaus Bestand haben sollen. Wer frühzeitig vorsorgt, schafft Klarheit für sich selbst und für nahestehende Menschen.
Mit einem Testament bestimmen Sie, wie Ihr Nachlass verteilt werden soll. Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge. Mit einem Testament können Sie im Rahmen der frei verfügbaren Quote auch Menschen oder gemeinnützige Organisationen berücksichtigen, die nicht zu den gesetzlichen Erben gehören.
Ein eigenhändiges Testament muss von Anfang bis Ende handschriftlich verfasst, mit dem vollständigen Datum versehen und unterschrieben sein. Alternativ können Sie es öffentlich beurkunden lassen. Bewahren Sie das Dokument so auf, dass es im entscheidenden Moment gefunden wird.
Alle wichtigen Informationen zur rechtsgültigen Erstellung eines Testaments finden Sie auf den Webseiten der kantonalen Behörden und Notariate.
Eine Patientenverfügung hält fest, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie Ihren Willen nicht mehr selbst äussern können. Zudem können Sie eine Vertrauensperson bestimmen, die Sie bei medizinischen Entscheiden vertritt.
Die Patientenverfügung muss schriftlich vorliegen, datiert und von Hand unterschrieben sein. Sie sollte regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Informieren Sie nahestehende Menschen sowie Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt darüber, wo das Dokument aufbewahrt wird.
In den Informationen von Bund, Kantonen und Gemeinden finden Sie alle Formvorgaben zur Patientenverfügung:
Patientenverfügung in der Schweiz
Mit einem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie, wer Sie vertreten soll, falls Sie durch Krankheit oder Unfall urteilsunfähig werden. Dabei können Sie drei Bereiche regeln:
Der Vorsorgeauftrag muss vollständig von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben oder öffentlich beurkundet werden. Wirksam wird er, sobald die zuständige Kindes und Erwachsenenschutzbehörde seine Gültigkeit geprüft hat.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Stiftung Waldheim finanziell zu berücksichtigen.
Legat und Vermächtnis bedeuten dasselbe. Damit sprechen Sie der Stiftung Waldheim einen bestimmten Geldbetrag oder einen konkreten Sachwert aus Ihrem Nachlass zu. Die Stiftung wird dadurch nicht Teil der Erbengemeinschaft und übernimmt keine Verpflichtungen oder Schulden aus dem Nachlass.
Mit einer Erbeinsetzung erhält die Stiftung Waldheim einen prozentualen Anteil am Nachlass. Sie wird damit Teil der Erbengemeinschaft und übernimmt die damit verbundenen Rechte und Pflichten.
Eine Schenkung erfolgt bereits zu Lebzeiten. Sie ermöglicht Ihnen, unmittelbar mitzuerleben, was Ihre Unterstützung bewirkt. Je nach Art und Umfang empfiehlt es sich, die Schenkung schriftlich festzuhalten.
Nachkommen sowie Ehegatten und eingetragene Partnerinnen oder Partner haben gesetzlich geschützte Pflichtteile. Über den verbleibenden Teil Ihres Nachlasses, die sogenannte freie Quote, können Sie selbst bestimmen. Sind keine pflichtteilsgeschützten Personen vorhanden, können Sie grundsätzlich über den gesamten Nachlass verfügen. Bestehende Erbverträge müssen dabei berücksichtigt werden.
Für ein Legat muss die begünstigte Organisation eindeutig bezeichnet sein. Eine mögliche Formulierung lautet:
«Ich vermache der Stiftung Waldheim, Kronenwies 1236, 9428 Walzenhausen, ein Legat in der Höhe von CHF [Betrag].»
Prüfen Sie zunächst Ihre familiäre und finanzielle Situation sowie die vorhandenen Pflichtteile. Halten Sie anschliessend Ihren Willen rechtlich korrekt fest und sorgen Sie dafür, dass das Testament sicher hinterlegt und auffindbar ist.
Mit einem Legat an die Stiftung Waldheim tragen Sie dazu bei, Menschen mit Behinderung langfristig ein liebevolles Zuhause und eine verlässliche Heimat zu bieten. Sie stärken eine familiäre Lebenswelt, in der kompetentes Fachpersonal, vertraute Beziehungen und Begegnungen auf Augenhöhe Lebensqualität schaffen.
Jedes Vermächtnis setzt ein persönliches Zeichen. Es lässt Werte weiterwirken und eröffnet Möglichkeiten, die weit über den Moment hinausreichen.
Diese Informationen bieten eine erste Orientierung, ersetzen jedoch keine persönliche Rechtsberatung. Bei komplexen Familien oder Vermögensverhältnissen empfehlen wir, eine Notarin, einen Notar oder eine auf Erbrecht spezialisierte Fachperson beizuziehen.
Wenn Sie die Stiftung Waldheim in Ihrem Testament berücksichtigen möchten, stehen wir Ihnen für ein persönliches und vertrauliches Gespräch gerne zur Verfügung.
Unsere neue Plakatkampagne erzählt von Möglichkeiten, die weit über das Wohnen hinausgehen. «Mehr Platz fürs Leben» steht für ein Zuhause, in dem Menschen ankommen, dazugehören und sich entfalten können.
Im Mittelpunkt stehen Anna, Joel und ein freier Platz neben ihnen. In einer spontanen, beinahe selbstverständlichen Szene wird daraus mehr als nur eine Sitzbank: Der freie Platz steht für die Möglichkeit, bei der Stiftung Waldheim ein familiäres Zuhause zu finden.
Doch die Botschaft geht weiter. Denn «Mehr Platz fürs Leben» meint nicht nur, dass Wohnplätze verfügbar sind. Es erzählt auch davon, was an diesem Ort entstehen kann: Gemeinschaft und persönliche Entfaltung. Vertraute Menschen und neue Begegnungen. Unzählige Aktivitäten, Erlebnisse und individuelle Förderung. Vor allem aber auch die Möglichkeit, anzukommen, dazuzugehören und eine geborgene Heimat zu finden.
«Mehr Platz fürs Leben» steht deshalb für beides: für die Möglichkeit, bei uns ein neues Zuhause zu finden. Und für all das, was diesen Platz mit Leben füllt.
Wer für einen Menschen mit geistiger Behinderung nach dem passenden Zuhause sucht, ist herzlich eingeladen, die Stiftung Waldheim kennenzulernen.
Wenn sich die Stimmung oder das Verhalten von Klientinnen und Klienten verändert, steckt meist mehr dahinter als ein einzelner Moment. Die neue Ausgabe der Heimatpost zeigt, warum es so wichtig ist, diese Signale früh wahrzunehmen und Menschen mit Aufmerksamkeit, Verständnis und fachlicher Kompetenz zu begleiten.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die im Alltag oft leise beginnen: Wie entstehen Veränderungen? Was brauchen Menschen in solchen Situationen? Und wie gelingt die Balance zwischen Nähe, Vertrauen und professioneller Begleitung? Fachpersonen der Stiftung Waldheim geben Einblicke in ihre tägliche Arbeit und zeigen auf, wie Sicherheit, Selbstbestimmung und Teilhabe gefördert werden.
Ausserdem blicken wir auf unseren besonderen Auftritt an der Generalversammlung der St.Galler Kantonalbank zurück. Dort entstanden zahlreiche Begegnungen auf Augenhöhe, die eindrücklich zeigten, wie selbstverständlich Inklusion gelebt werden kann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.
Viel Freude beim Lesen der neuen Heimatpost mit Einblicken in den Waldheim-Alltag, aktuellen Fachthemen und besonderen Momenten des Miteinanders.
Hier geht es zur ersten Jahresausgabe der Heimatpost.
Anlässlich unseres jährlichen Klientenfestes feierte der neue Waldheim-Song «Mänsch si» seine Premiere. Das Lied stammt aus der Feder von Stee und Co Gfeller (ZiBBZ) und bringt die Werte der Stiftung Waldheim musikalisch zum Ausdruck: Gemeinschaft, Vielfalt, Zusammenhalt und gelebte Teilhabe.
Die Begeisterung im Publikum war von der ersten Minute an spürbar. Es wurde mitgesungen, getanzt und gefeiert. Die Freude und Begeisterung der Klientinnen und Klienten zeigte eindrücklich, dass «Mänsch si» dort angekommen ist, wo er hingehört, nämlich mitten in der Waldheim-Familie.
Ein herzlicher Dank gilt der hochkarätigen Live-Band für die inspirierende Zusammenarbeit und die mitreissende Performance. Wer die heimatlichen Klänge von «Mänsch si» in der Originalstudioversion hören oder auf seine Playlist setzen möchte, findet den Song auf YouTube, Spotify und Apple Music.
Die Stiftung Waldheim stellt den Betrieb am Standort Reithof Rüti in Grub (AR) per 31. Dezember 2026 ein. Mit diesem Entscheid enden der Arbeits- und Reitbetrieb sowie das damit verbundene Angebot der pferdegestützten Therapie. Sowohl für die betroffenen Klientinnen und Klienten als auch für die Fachmitarbeitenden werden individuelle Anschlusslösungen erarbeitet. Zur künftigen Nutzung des Standorts gibt es derzeit noch keinen Entscheid.
Der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung der Stiftung Waldheim haben gemeinsam beschlossen, den Betrieb am Standort Reithof Rüti in Grub (AR) per Ende 2026 einzustellen. Davon betroffen sind der Reitbetrieb, die Wohnplätze, das integrierte pferdegestützte Therapieangebot sowie die Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Die Stiftung Waldheim hatte den Reithof per 1. Januar 2022 von der damaligen Stiftung Camenzind erworben und in ihre Organisation eingegliedert.
Dem Schliessungsentscheid ging eine vertiefte Analyse voraus. Diese zeigte, dass sich der Betrieb in seiner heutigen Form unter den aktuellen wirtschaftlichen, strukturellen, regulatorischen und sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen nicht mehr verantwortungsvoll und nachhaltig weiterführen lässt. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Kantons Appenzell Ausserrhoden hat die Stiftung Waldheim verschiedene Szenarien für eine Fortführung beurteilt. Keine der geprüften Optionen erwies sich jedoch als langfristig tragfähig.
Passende Anschlussmöglichkeiten
Im Mittelpunkt steht nun, für die im Reithof Rüti wohnenden und arbeitenden Menschen gute Anschlusslösungen zu finden. Am Standort Reithof Rüti arbeiten insgesamt 27 Fachkräfte sowie Klientinnen und Klienten, die ihrer Tätigkeit im Rahmen einer Tagesstruktur mit Lohn nachgehen.
Für die Klientinnen und Klienten wird die Stiftung Waldheim gemeinsam mit Angehörigen und Beiständen individuell abgestimmte Anschlusslösungen erarbeiten. Dabei kann sie auf das umfassende Wohn- und Tagesstrukturangebot ihrer fünf weiteren Standorte zurückgreifen. Die betroffenen Menschen werden auf diesem Weg persönlich und mit der nötigen Sorgfalt begleitet.
Auch für die Fachmitarbeitenden werden passende berufliche Perspektiven angestrebt. Ziel ist es, wenn immer möglich Anschlussmöglichkeiten innerhalb der eigenen Organisation zu schaffen und die Mitarbeitenden in den kommenden Monaten verantwortungsvoll und persönlich zu begleiten.
Für die 11 Pferde, die zum Reithof Rüti gehören, sucht die Stiftung Waldheim sorgfältig ausgewählte und tiergerechte Plätze. Auch diese Platzierungen werden im Sinne der speziell ausgebildeten Therapiepferde gewissenhaft und professionell gestaltet.
Vorgehen in enger Abstimmung mit den kantonalen Stellen
Die Stiftung Waldheim vollzieht den Entscheid zur Schliessung des Reithofs Rüti und die damit verbundenen nächsten Schritte in enger Abstimmung mit dem Amt für Soziales sowie mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Beide Behörden stehen hinter dem Entscheid und begleiten das geplante Vorgehen.
Zukunft des Standorts noch offen
Offen ist derzeit die künftige Nutzung des Standorts. Die Stiftung Waldheim prüft mögliche Optionen und legt sich zum jetzigen Zeitpunkt bewusst nicht fest. In diese Überlegungen fliessen insbesondere die raumplanerischen Vorgaben, der haushälterische Umgang mit den vorhandenen wirtschaftlichen Mitteln sowie die Vorgaben des Kantons als Aufsichtsinstanz ein.
«Wir sind uns der Tradition des Betriebs und der Tragweite dieses Entscheids bewusst», erklärt Waldheim-Geschäftsleiter Thomas Ackermann. «Der Reithof Rüti hat über die Jahre hinweg für viele Menschen eine besondere Bedeutung erlangt. Gerade deshalb fällt uns dieser Schritt nicht leicht. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass eine verantwortungsvolle, zukunftsorientierte Weiterführung des Betriebs unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich ist. Unser wichtigstes Anliegen ist nun, für die betroffenen Menschen gute und tragfähige Anschlusslösungen zu finden und sie in dieser Übergangsphase eng zu begleiten.»
Im Wohnhaus Sonne in Rehetobel ist mit «Sunnä Klatsch» ein ganz besonderes Projekt entstanden: ein Magazin, das vollständig von Klientinnen und Klienten mitgestaltet wurde. Die Idee dazu entstand im Rahmen einer Weiterbildung unserer Mitarbeiterin Ronja. Gemeinsam mit Elmar, Manuela und Yanic entwickelte sie ein Heft, das zeigt, was echte Mitbestimmung bedeutet.
Von der Themenwahl über die Inhalte bis hin zur Gestaltung lag alles in den Händen der Beteiligten. So brachten Elmar, Manuela und Yanic eigene Rezepte ein, die mithilfe von Piktogrammen so aufbereitet wurden, dass sie einfach verständlich und gut nachzumachen sind. Ergänzt wird das Magazin durch persönliche Musikwünsche und Ausflugsideen, die über QR-Codes direkt erlebbar gemacht werden.
Auch kreative Beiträge finden ihren Platz: Elmar führte ein Interview mit einem Landwirt aus Rehetobel, Manuela gestaltete eine eindrückliche Manga-Collage und Yanic malte das farbenfrohe Titelbild. Weitere Zeichnungen und Bilder von Klientinnen und Klienten runden das Magazin ab.
«Sunnä Klatsch» ist mehr als ein Heft – es ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie Inklusion und Teilhabe im Alltag gelebt werden können. Das Projekt zeigt, wie wertvoll es ist, wenn Menschen ihre Ideen einbringen und aktiv mitgestalten können.
Das vollständige Magazin steht hier zum Durchblättern und Entdecken bereit.
«Mehr Platz fürs Leben» steht für ein Zuhause, in dem Menschen ankommen, dazugehören und sich entfalten können.
Freuen Sie sich auf aktuelle Einblicke, spannende Fachthemen und besondere Begegnungen.
Am traditionellen Klientenfest wurde erstmals der neue Waldheim-Song präsentiert.
Die Stiftung Waldheim stellt den Betrieb am Standort Reithof Rüti in Grub (AR) per 31. Dezember 2026 ein.
Ein Magazin von Klientinnen und Klienten der Stiftung Waldheim – gemeinsam entwickelt, gestaltet und mit Leben gefüllt.
Reto Moggi tritt nach fast 20 Jahren zurück, neu verstärkt Andreas Tenger den Stiftungsrat.
Reto Moggi blickt zurück auf zwei Jahrzehnte engagierter Tätigkeit im Stiftungsrat der Stiftung Waldheim.
Wir sprechen mit Dr. phil. Annika Lang über die Erfüllung besonderer Wünsche von Menschen mit Beeinträchtigung.
Zum 30-jährigen Jubiläum haben wir mit Elmar Berchtel über seine Zeit bei der Stiftung Waldheim gesprochen.
Nach fast zwei Jahrzehnten engagierter Arbeit tritt Reto Moggi aus dem Stiftungsrat der Stiftung Waldheim zurück. Neu nimmt seit Januar 2026 Andreas Tenger aus Herisau im Stiftungsrat Einsitz. Er bringt langjährige Führungs- und Projekterfahrung aus dem Ingenieurwesen mit und wird sich im Ressort Bau und Infrastruktur ebenso einbringen wie in der nachhaltigen Weiterentwicklung der Stiftung Waldheim.
Die Stiftung Waldheim informiert über eine Veränderung im Stiftungsrat: Nach nahezu 20 Jahren ehrenamtlichen Wirkens, davon neun Jahre als Vize-Präsident, übergibt Reto Moggi sein Amt in jüngere Hände. Der Stiftungsrat dankt ihm für sein langjähriges, verlässliches Engagement und die prägende Mitgestaltung in wichtigen Entwicklungsphasen der Stiftung.
Auf den Bauprofi folgt ein Bauprofi
Als Nachfolger hat der Stiftungsrat den aus Herisau stammenden Baufachmann Andreas Tenger gewählt. Der diplomierte Bauingenieur HTL ist seit 16 Jahren bei Wälli Ingenieure Herisau tätig und führt das Unternehmen seit fünf Jahren als CEO. Im Stiftungsrat übernimmt er das Ressort Bau und Infrastruktur und bringt darüber hinaus seine Führungs- und Projekterfahrung in die strategische Ausrichtung der Stiftung Waldheim ein.
«Mich hat überzeugt, wie klar die Stiftung Waldheim ihre Verantwortung lebt gegenüber den Klientinnen und Klienten, den Mitarbeitenden und nicht zuletzt auch der Region. Ich möchte mich einbringen, damit die Stiftung auch künftig gut aufgestellt ist: in der Substanz ihrer Gebäude, aber vor allem in ihren Entscheidungen und ihrer langfristigen Entwicklung. Ich freue mich auf meine Tätigkeit im Stiftungsrat und darauf, die strategischen Fragen rund um das Leben und Arbeiten in der Stiftung Waldheim mitzugestalten», sagt Andreas Tenger über seine Wahl.
Kontinuität mit regionaler Verankerung
Stiftungsratspräsidentin Marianne Koller-Bohl, ehemalige Frau Landammann des Kantons Appenzell Ausserrhoden, betont: «Mein grosser Dank gilt zunächst Reto Moggi. Er hat die Stiftung Waldheim während fast zwei Jahrzehnten mit grosser Verlässlichkeit, ruhiger Klarheit und wertvollem Wissen geprägt. Sein Mitwirken und seine Präsenz haben Spuren hinterlassen, fachlich wie menschlich. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir mit Andreas Tenger die passende Person gefunden haben und die Lücke, die Reto Moggi hinterlässt, hervorragend füllen können», so Marianne Koller-Bohl. «Er verbindet technisches Know-how mit Führungserfahrung und dem Blick fürs Ganze. Gerade bei Bau- und Infrastrukturthemen ist das entscheidend, denn solche Projekte sind nie Selbstzweck, sondern Teil einer verantwortungsvollen Gesamtstrategie. Zudem ist Andreas Tenger stark in der Region verwurzelt und kennt die lokalen Gegebenheiten aus nächster Nähe. Der gesamte Stiftungsrat freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Stiftungsratsmitglied.»